EN
Datenschutz – die Hürden für Webseitenbetreiber werden immer höher https://christian.hockenberger.us/de/artikel/internet/datenschutz-die-huerden-fuer-webseitenbetreiber-werden-immer-hoeher/ Themeberger https://christian.hockenberger.us/wp-content/uploads/sites/3/2018/03/prison-2134x1440.jpg
Prison

Ab dem 25. Mai tritt sie also in Kraft, die neue Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO) der EU. Während Datenschützer sich jetzt selbst feiern können und dabei schon mal überlegen, was sie noch schlimmerstrenger regulieren können, müssen wir einfachen Leute, die einfach nur eine Webseite am laufen haben wollen uns jetzt ernsthaft überlegen, ob es das überhaupt noch wert ist.

Zugegeben, Datenschutz hat für mich keinen großen Stellenwert. Auch als User nicht. Ich will, dass niemand meine persönlichen Daten wie Name, Anschrift, Kontaktdaten weitergibt, um keinen Spam zu erhalten, egal ob analog oder digital. Das wars. Ich brauche aber keine Datenschutzerklärungen auf Webseiten, die mir unnötige Dinge erklären. Wenn ich Kontaktformulare ausfülle, werden Daten übermittelt. Ziemlich überraschend. Wenn ich mich bei Newsletter anmelde, bekomme ich E-Mails. Wow. Cookies und Analysetools sind eine sinnvolle Sache, um Webseiten besser zu machen. Und was soll das rumgejammere mit der personalisierten Werbung? Wenn ich denn schon Werbung sehen muss, dann doch bitte jene, die auch zu mir passt. Ich bin doch selbst mündig genug, um entscheiden zu können, ob ich darauf klicke (und etwas kaufe) oder nicht.

Weiter finde ich es sogar richtig ätzend, dass Personen und Organisationen in diesem Land die Möglichkeit haben, Häuser auf Google StreetView verpixeln zu lassen. Was soll das? Wäre ich ein Einbrecher, würde ich dort nach verborgenen Objekten suchen und genau diese als nächstes Ziel auswählen. Und überhaupt, wie kommen einzelne Staaten oder die EU eigentlich auf die Idee, Gesetze bzw. Regulierungen für das Internet zu erwirken? Das Internet ist eine der großartigsten Erfindungen der Menschheit, es gehört jedem und ist unabhängig von Grenzen, egal ob geografisch oder in den Köpfen. Aber hey, ihr (Bundesregierung, EU) habt ja schon bei der Netzneutralität verkackt!

Zurück zur Datenschutz-Grundverordnung

Also für mich bedeutet das nun, dass ich etwas tun muss. Ich habe eine Webseite. Ich bin deutscher Staatsbürger und meine Seite liegt auf einem Server in Deutschland. -Das sind schon mal 3 sehr schlechte Voraussetzungen. Meine Webseite speichert Cookies. Ich benutze einen Code, um via Google Analytics auswerten zu können, wie meine Webseite besucht wird und wo es Verbesserungen bedarf. Ich habe ein Kontaktformular. Je nach Kommentar können Profilbider von Gravatar, Facebook oder Twitter angezeigt werden. Hin und wieder empfehle ich Artikel auf Amazon. Dadurch ist meine Webseite schon keine “private” mehr, sondern eine “kommerzielle”. Sicherlich habe ich noch viel mehr Datenschutz-relevantes auf dieser Seite, was mir gerade gar nicht in den Sinn gekommen ist.

Bis zu meinem ersten Link auf Amazon galt bisher, dass ich nicht einmal ein Impressum brauche, sondern eine Seite zur Kontaktaufnahme genügte. Das ist nun vorbei, ich brauche definitiv ein Impressum und eine Seite namens Datenschutz. Beide müssen immer sichtbar und zu erreichen sein. Zum Glück habe ich keinen Webshop auf meiner Seite. Was ich sonst noch tun muss, werde ich herausfinden und wiederwillig umsetzen.

Maßnahmen

Ich werde diesen Artikel nach jeder ausgeführten Maßnahmen aktualisieren und diese hier auflisten.

  • Stand 06.03.2018
    • Keine Maßnahmen
  • Stand 07.03.2018
  • Stand 08.03.2018
    • ADV-Vertrag für Google Analytics per Post nach Irland geschickt
  • Stand 28.03.2018
    • Erneut mit der installation des SSL-Zertifikats bei Netcup gescheitert
    • Webseite zu Siteground umgezogen
    • SSL-Zertifikat installiert
  • Stand 20.04.2018
    • Aufgrund meiner Unzufriedenheit mit dem Abrechnungsintervall bei Siteground die Webseite nochmals auf ein neues Webhosting-Paket bei Netcup umgezogen
  • Stand 25.05.2018
    • Auf die aktuellste WordPress-Version aktualisiert, um die Möglichkeit zu haben, Nutzerdaten gemäß der DSGVO exportieren und löschen zu können
    • Hässlichen Cookie-Banner eingebunden – man weiß ja nie

 

 

Summary

Ich bin kein Fan der DSGVO, für uns kleinen Webseitenbetreiber wird das Leben schwer gemacht und der wirkliche Missbrauch wird nicht verhindert. Trotzdem muss ich mich fügen und beschreibe hier die Maßnahmen.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.